Neues System der betrieblichen Altersversorgung
für 140.000 Beschäftigte der Daimler AG
  • Daimler Vorsorge Kapital löst zum 1. Januar 2009 die
    Daimler-Benz Rente ab
  • Betriebliche Altersversorgung bleibt Kernstück
    der Sozialleistungen des Unternehmens
  • Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat unterzeichnen Gesamtbetriebsvereinbarung
Stuttgart, 18. Oktober 2008
Bei Daimler gilt ab 1. Januar 2009 ein neues System zur betrieblichen Altersversorgung: Das Daimler Vorsorge Kapital löst die Daimler-Benz Rente ab. Unternehmensleitung und Gesamtbetriebsrat haben am Donnerstag eine neue Gesamtbetriebs­vereinbarung unterzeichnet.
Das Daimler Vorsorge Kapital ist ein modernes System der betrieblichen Altersversorgung, das sowohl das bisherige Versorgungsniveau der Belegschaft absichert, als auch rechtliche und tarifrechtliche Veränderungen sowie die demographische Entwicklung berücksichtigt. Mit der Umstellung erhalten die Beschäftigten ein transparentes und persönliches System der Altersversorgung. Die Systemumstellung betrifft rund 140.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Daimler AG im Tarifbereich.
Günther Fleig, Personalvorstand und Arbeitsdirektor bei Daimler: "Unsere betriebliche Altersversorgung hat einen hohen Stellenwert. Den Einsatz unserer Belegschaft wollen wir honorieren und ihre persönliche Absicherung im Alter damit noch sicherer machen."
Erich Klemm, Gesamtbetriebsratsvorsitzender: "Für uns ist von zentraler Bedeutung, dass keine Einschnitte bei der betrieblichen Altersversorgung vorgenommen wurden. Im Gegenteil: Beim Daimler Vorsorge Kapital konnten bestehende und künftige Ansprüche der Alt-Belegschaft gesichert werden und für neue Mitarbeiter gilt dieses System gleichermaßen. Es bietet für alle mehr Transparenz und Wahlmöglichkeiten. Die Leistungen bei Erwerbsunfähigkeit und Tod wurden sogar deutlich verbessert. Die hohe Qualität des Daimler Vorsorge Kapitals ist in Anbetracht der Veränderungen bei der gesetzlichen Rente von besonderem Stellenwert für die Beschäftigten."
Für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter wird erstmals ein persönliches Versorgungskonto eingerichtet, das sich jährlich durch einen Versorgungsbaustein erhöht. Dieser ist abhängig von der Zuordnung zu einer von 17 Beitragsgruppen, die sich von der Zuordnung zu den tariflichen Entgeltgruppen des Entgeltrahmen-Tarifvertrags (ERA) ableiten, sowie vom Alter. Die bisher erworbenen Ansprüche der Mitarbeiter bleiben erhalten und gehen als Startbaustein in das neue System ein. Neu ist ein jährlicher Kontoauszug, mit dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter transparent über die Höhe ihres angesparten Kapitals informiert werden.
Beim Eintritt in den Ruhestand haben die Beschäftigten die Wahl: Sie erhalten das Daimler Vorsorge Kapital entweder als Einmalbetrag, in Jahresraten oder als lebenslange Rente. Im Falle von Erwerbsminderung oder Tod steht das Vorsorgekapital sofort und ohne Wartezeit zur Verfügung. Das ist eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Regelung. Nach dem alten System musste ein Mitarbeiter mindestens zehn Jahre im Unternehmen sein, um Rentenleistungen zu erhalten.
2007 hat das Unternehmen an 86.000 Rentner eine betriebliche Altersversorgung bezahlt, die weiterhin ein Kernstück der Sozialleistungen der Daimler AG bleibt. Die betriebliche Altersversorgung hat bei Daimler eine lange Tradition. Bevor 1987 die "Daimler Benz Rente" ins Leben gerufen wurde, wurde Mitarbeiterinnen und Mitabeitern, die in den Ruhestand gingen, eine sogenannte "Beihilfe" bezahlt.
© 2008 Daimler AG. Alle Rechte vorbehalten.